Zur Zucht der weißen und schwarzen Deutschen Langschan

Ein paar Erläuterungen

Die Langschan haben wie alle Lebewesen in den Geschlechtszellen zwei Chromosomen.

Oft werden diese mit X und Y bezeichnet.

Während bei Säugetieren das Männchen die Kombination XY und das Weibchen XX hat, ist es bei den Vögeln genau umgekehrt. Also haben unsere Langschan-Hennen das Chromosomen-Paar XY  und die Hähne XX.

 

Nun gelten folgende Gesetze:

1. Das Y-Chromosom bestimmt, ob Hahn oder Henne vorliegt. 

2. Farbe wird nur über das X-Chromosom vererbt. Es gibt ein X-Chromosom, welches

   schwarz vererbt und ein X-Chromosom, das weiß vererbt.

3. Schwarz ist dominant über weiß; oder anders formuliert:  weiß ist gegenüber schwarz

   rezessiv, wird also von schwarz unterdrückt.

 

Daraus ergeben sich folgende Erkenntnisse:

 

A Der Begriff  "reinerbig"  macht nur für den Hahn Sinn, da nur er zwei Mal einen Träger

   für Farbinformationen hat:  Seine beiden X-Chromosomen.

   Ein reinerbiger Hahn kann also reinerbig schwarz oder reinerbig weiß sein.

B Ein weißer Hahn kann nur reinerbig sein; denn hätte er ein X-Chromosom, das

   Schwarz vererbt, wäre der Hahn schwarz, da Schwarz dominant über weiß ist.

 

 


Zu den folgenden Symbolen

Schwarzes X:   X-Chromosom vererbt schwarz

Weißes X:  X-Chromosom vererbt weiß

Graues Y:  Keine Farbinformation, dafür aber bestimmend für das Geschlecht

 

Copyright by Eva Niermann-Kerkenberg


Der einfachste Fall


Ein spalterbiger Hahn trifft auf eine schwarze Henne.


Dieser Fall wird durch einen meiner Zuchtstämme 2015/16 repräsentiert.  Ziel ist für die folgende Zuchtsaison 2016/17 einen guten spalterbigen Hahn zu bekommen.


Diese Kombination wird für die Zuchtsaison 2016/17 angestrebt. Zum Zuge kommt dann der spalterbige Hahn aus Kombination III.


Ob es tatsächlich 50% sein werden, wird sich zeigen. Solche Zahlenangaben unter-liegen hohen statistischen Schwankungen. Hier spielt der Zufall eine Rolle.

Um die Statistik zu bestätigen, müsste man tausende von Küken aus 1,1 Elterntieren ziehen - was praktisch unmöglich ist.


Mal wieder eine einfache Variante. Was mich an dieser Kombination interessiert, sind die Fragen:    Sind die Läufe und Augen der Tiere, die aus rein weißen Zuchtstämmen fallen, tatsächlich dunkel?  Oder werden diese Tiere helle Läufe und Augen haben?

Wer dazu Erkenntnisse hat, kann sich gerne bei mir melden !