Plagegeister: Die Milben

Spätestens zum Sommeranfang sollte man als Geflügelzüchter seine Ställe einer ganz besonders gründlichen, optischen Kontrolle unterziehen: Gemeint ist die Suche nach Hinweisen auf Milben.

Im Anfangsstadium eines Befalls mit Milben laufen diese noch nicht offensichtlich auf freien Flächen herum. Man erkennt ihr Vorhandensein lediglich an grauen Hinterlassenschaften insbesondere bei Ritzen und Löchern. Gerne natürlich dort, wo die Sitzstange aufliegt. Hier gilt es als erstes nachzuschauen. Siehe hierzu die Bilder eins und zwei.

Sollte man in diesem Stadium nicht sofort den Milben mit einem geeigneten Mittel zu Leibe rücken, wird die Situation sehr bald eskalieren:  Die Milben sitzen längst nicht mehr nur in der Nähe des Schlafplatzes der Hühner. Jede Winkel, jedes Loch, jede Steckdose und zum Schluss auch jede Fläche wird von ihnen eingenommen.  Selbst die Dachkonstruktion inklusive Glaswolle wird nicht verschont.

Damit es soweit nicht kommt, muss man sehr früh eingreifen. Daher mein Tipp: Gerade im Sommer alle paar Tage den Stall nach Milben absuchen.

 

In der Vergangenheit hat sich bei mir das Mittel  "Mitex" von Röhnfried bewährt, denn nach einer Behandlung mit diesem Ungeziefermittel war monatelang Ruhe. Vielleicht findet über die Whatsapp-Gruppe ja auch ein Austausch über weitere geeignete Mittel statt.

Eine begleitende Gegenmaßnahme ist das Schaffen von Sandbädern im Auslauf der Tiere. Dieses Sandbad sollte allerdings auch bei Regen trocken bleiben. Ich habe dazu einen Unterstand für Brennholz gebaut, den ich im unteren Bereich frei gelassen habe.

So habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen habe ich mein Brennholz trocken untergebracht und zum anderen haben die Hühner ein Sandbad, das auch bei Regen zur Verfügung steht.

 

Am 28.06.2017 kam von Thomas Stauber per Whatsapp der folgende Tipp:

"3 Liter Salatöl, 1 Liter Spüli, 1 Liter Wasser gemischt in einer 5 Liter Gloria Spritze gut durchschütteln 1 mal pro Woche überall wo die Hühner nachts sitzen z.B. Sitzstangen Ecken usw. und da wo die Milben langlaufen einsprühen (nach Stallreinigung). Milben und Eier ersticken nach vier bis fünf mal wieder eine Zeit lang Ruhe."

Besten Dank für den Tipp Thomas!

 

Am 30.06.2017 kamen zwei weitere Tipps per Whatsapp:

Von Astrid Prein: "Bekämpfungsmittel jeglicher Art auch gegen Milben bekommt man super günstig bei  www.hygi.de "

Und von Nicole Kolter: "Ich finde es das beste und einfachste den Stall mit Kalk zu streichen."

Ein DANKESCHÖN für diese Tipps an Astrid und Nicole!

 

Bild 1

 

Es beginnt am Auflagepunkt der Sitzstangen.

 

Der graue Belag besteht aus den Ausscheidungen der Milben.

 

Bild 2

 

Das erste Bild in Nahaufnahme

 

Bild 3

 

Sodann sind sämtliche Fugen und Löcher an der Reihe.

 

In diesem Fall ist es schon nicht mehr der graue Belag von Ausscheidungen sondern es sind die Milben selbst, die jetzt schon am Tage zu sehen sind.

 

Bild 4

 

Nun sind die Milben schon an den Schaltern zu erkennen.

 

 

 

Bild 5

 

Nimmt man das Schaltergehäuse ab, wird es gänzlich gruselig: Es brodelt nur so vor Milben.

 

 

 

Bild 6

 

Das Endstadium:

 

Die Isolierung der Decke ist schwarz vor Milben. Diese sitzen dicht an dicht auf Balken, Kabeln und Metallschienen.

 

 

Bild 7

 

Der Neubau:

 

Holzlager und Möglichkeit für ein Sandbad in einem.

 

 

Bild 8

 

Das Ganze von der Seite.