2015 wurde ein Hobby nach über 20 Jahren wieder aktiviert:

      Die Zucht der Deutschen Langschan in schwarz und weiß.

Da die Deutschen Langschan auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Deutschen Haustierrassen stehen, hoffe ich, zukünftig etwas zur Erhaltung der Rasse beitragen zu können.


 

Einer meiner Zuchthähne für die Saison 2016 / 2017.

Er hat auf der Frieslandschau v-LVP

gemacht.

Dies obwohl die Kopfpunkte m.E. immer noch zu grob sind.

Außerdem gefällt mir die 3-fach gezackte Fahne nicht.

 

Abstammung:

1,0 Gerd Everink

0,1 Wilhelm Spiekermann


Zur Idee, diese Website zu erstellen

 

Ich möchte auf dieser Seite nach und nach meine Erfahrungen, Meinungen und Berichte über meine aktuellen züchterischen Aktivitäten  zusammenstellen.

 

Damit soll Zweierlei erreicht werden:

1. Neuen Züchtern der Langschan sollen Informationen und nützliche Tipps an die Hand gegeben werden.

2. Altes Wissen soll nicht in Vergessenheit geraten. Dazu scheint mir eine Website ein geeignetes Mittel zu sein.



Zu mir selbst

Die züchterische Vergangenheit

In den 80er Jahren war ich 2. Vorsitzender des Sondervereins der Langschanzüchter; Zuchtwart war ich auch einige Jahre.

Begonnen hatte ich in den 70ern mit der Zucht von schwarzen Deutschen Langschan. Anfang der 80er Jahre habe ich zusammen mit meiner Frau Eva Niermann-Kerkenberg die braunbrüstigen Langschan von Anton Weckendrup übernommen. Diesen Farbenschlag habe ich dann ebenfalls einige Jahre gezüchtet.  Was ich zum Erzüchter Anton Weckendrup weiß, habe ich in einem eigenen Kapitel zusammen getragen.

Von Werner Kramps bekam ich 1985 je einen Zuchststamm weiße und schwarze Croad-Langschan, weil dieser aus gesundheitlichen Gründen die Zucht aufgeben musste. Diese Rasse habe ich also auch schon einige Jahre gezüchtet.

Mit dem beruflich bedingten Umzug nach Varel an die Nordseeküste endete Anfang der 90er Jahre abrupt meine züchterische Laufbahn. Nun nahmen uns Beruf und die Erziehung unserer drei Kinder zeitlich genügend in Anspruch. Die Kinder sind jetzt groß, studieren in der weiten Welt; ich selbst sehe dem Rentnerdasein schon entgegen   -noch 4 Jahre :)  -  also bin ich der Aufforderung meiner Frau gefolgt, welche lautete:  "Fang doch jetzt schon wieder mit der Langschanzucht an! "   Ich konnte meiner Frau noch nie widersprechen!

 

Die züchterische Gegenwart

Der Wiedereinstieg in die Langschanzucht kann grob mit der Sommertagung 2015 terminiert werden. Ich hatte diese Tagung bei uns an der Nordseeküste zusammen mit meiner Frau und meinem Freund Jürgen Flömer ausgerichtet. Ich denke, es war ein guter Einstieg!

Als 2015 Wilhelm Spiekermann - die Tierbesprechung fand auf der Sommertagung 2015 noch bei ihm statt - , seine Zucht komplett aufgeben musste, durfte ich mir aus dutzenden Tieren die besten aussuchen. Seit Generationen haben die Spiekermanns die Deutschen Langschan in schwarz und weiß gezüchtet.  Mit den Weißen wollte ich mich eigentlich gar nicht beschäftigen. Nach kurzer aber eindeutiger Rücksprache mit meiner Frau war klar:  Wir übernehmen beide Farbenschläge. Damit führe ich nun zusammen mit Eva die Spiekermann-Linie weiter. Mitglieder, die auf der Tierbesprechung bei Wilhelm dabei waren, werden sich erinnern, dass Kämme und Kehllappen der Spiekermann-Tiere im Lauf der letzten Jahre viel zu groß geraten waren.

Daher suchte ich mir die beiden besten schwarzen Hennen und die beiden besten weißen Hennen heraus. Hähne nahm ich keine.

Auf der Suche nach den passenden Hähnen, die unbedingt kleine Kämme und Kehllappen haben mussten, wurde ich bei Zuchtfreund Gerd Everink fündig. Von ihm bekam ich die passenden Ergänzungen zu meinen Spiekermann Hennen. 

 

Die züchterische Zukunft

Ich werde nun versuchen, allein aus den Linien der Zuchtfreunde Spiekermann und Everink eine eigene Zucht aufzubauen. Beide haben mir bestätigt, dass sie vor über zwanzig Jahren das letzte Mal Tiere ausgetauscht hatten. Für mich sind die beiden Linien daher blutsfremd genug. Die Vitalität der diesjährigen Küken bestätigt dies.

Meine Frau nennt die neu entstehende Kerkenberg - Linie schon jetzt:

"Die Küsten-Langschan".

So freuen wir uns, dass wir uns wieder "etwas Eigenes"  erzüchten können und wir hoffen, 2018 unseren Einstand auf der Hauptsonderschau der Langschan geben zu können.